Eine feministische Zeitreise - mit zeitgenössischen Schlagern, Werbespots und Filmsequenzen

"Einen Zipfel der Macht in meiner Hand" - Politik und Frauenbewegung im 20. Jahrhundert

Schlag auf Schlag hatten sich in der Weimarer Republik brisante Forderungen nach Frauenrechten verwirklichen lassen, doch die NS-Diktatur brachte das Ende emanzipatorischer und fortschrittlicher Ideen. Erst in der Zeit nach 1945 wurde erneut der Versuch gemacht - freilich nicht ohne Widerstände und Rückschläge - Frauen zu einer mit Männern gleichberechtigten Position in Politik, Gesellschaft und im Arbeitsleben zu verhelfen. Dr. Elisabeth Selbert, die den Artikel 3 im Grundgesetz "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" durchsetzte, kam es vor, als habe sie in diesem Moment "einen Zipfel der Macht" in ihrer Hand gehabt. Gleichwohl bewies das Modell der bürgerlichen Kleinfamilie zähe Langlebigkeit - Frauen durften erst ab 1977 ohne Genehmigung ihres Ehemannes eine Arbeit aufnehmen. Alter Mief und patriarchale Bevormundung prägten die bundesdeutsche Nachkriegszeit bis zum Aufbruch der 68er-Bewegung und der in Folge eintretenden feministischen Bewegung. Diese neue Frauenbewegung übte starke Wirkung auf Formen des Erziehungswesens, auf Umgangs- und Verhaltensformen, auf Sprache und Gesetzgebung aus.

 

Termin

Do, 06.12.2018, 19.30 Uhr

Ort

Stephanshof, Kapitelsaal, Stephansplatz 5, 96049 Bamberg

Referent

Nadja Bennewitz, Historikerin in Nürnberg mit den Arbeitsschwerpunkten historische Frauen- und Geschlechterforschung

Kosten

Eintritt frei. Spenden willkommen.

Kooperation von Evangelischer Erwachsenenbildung, Kath. Erwachsenenbildung, vhs- Bamberg-Stadt, vhs Bamberg-Landkreis

 

 

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